Kulturbüro Elisabeth Berlin
Kultur Raum geben

ICHTHYS: In der Haut des Fremden – ein Perspektivenwechsel

Freitag, 26. Mai 2017

11 -18 Uhr jeweils zur vollen Stunde eine zwanzigminütige Performance

St. Elisabeth
Das Akrostichon IChThYS (Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser / altgr. für Fisch) war ein Erkennungszeichen früher Christen – gezeigt als Zeichnung eines Fisches. So wurde aus dem Fisch ein Symbol für Jesus – passend zur Geschichte der wundersamen Fischvermehrung und Jesu Idee, Fischer als Menschen-Fischer zu rekrutieren.

Schon im alten Testament kommt den Fischen eine besondere Rolle zu: sie werden von der Sintflut verschont. In der altägyptischen und chinesischen Überlieferung ist der Fisch Zeichen glücklicher Sexualität und Fruchtbarkeit. In Freuds Traumdeutung steht der Fisch für das Weibliche, das in untere Bewusstseinsebenen hinabtauchen kann. Immer ist der Fisch eine Projektionsfläche für das Fremde. Vielleicht, weil er als Essen vertraut ist – jedoch fremder als die uns verwandteren Landsäuger. Die Spannung aus Präsenz und Fremdheit begleiten den Fisch seit je her. Und er ist still. Daher werden ihm Emotionen abgesprochen. Er kommt aus einer Welt, die nicht die unsere ist.

Die internationale Medienperformance-Company post theater fragt: Was passiert, wenn das angeblich Schweigende plötzlich spricht? Und was, wenn das Publikum selber zum Fisch wird?
Objektbau: Marion Reddmann. Schauspieler: Alexander Schröder. Klangkunst: Sibin Vassilev (BG), Video: Yoann Trellu (F), Künstlerische Leitung, Text und Konzept: Hiroko Tanahashi (JP) und Max Schumacher. Weitere Infos unter www.posttheater.de

Eintritt (außer bei der Vernissage) nur mit Dauer-/Tages-/Abendkarte des Kirchentages, Infos: www.kirchentag.de

Veranstalter: Zeig Dich! - Regionales Kulturprogramms des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017
Gefördert durch: die Lottostiftung Berlin
In Kooperation mit: Kultur Büro Elisabeth