Kulturbüro Elisabeth Berlin
Kultur Raum geben

„Zeig Dich!“ Regionales Kulturprogramm zum Kirchentag

Donnerstag, 25. Mai 2017 bis Samstag, 27. Mai 2017

Eröffnung 15 Uhr

St. Elisabeth
St. Elisabeth ist – neben St. Matthäus- und Zwingli – offizieller Standort des Regionalen Kulturprogramms des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017, das durch die Lottostiftung Berlin gefördert wird. An diesen drei Orten sollen aktuelle Positionen zeitgenössischer Kultur aller Sparten und Genres (und gerade in Kombination) erlebbar werden.

Das Motto „Zeig Dich!“ versteht sich komplementär zur Kirchentagslosung „Du siehst mich“. Es betont das selbstbewusst-kreativ-aktive Moment gegenüber einem passiven Angesehenwerden und lädt Menschen dazu ein, sich und ihr Selbst-, Welt- und Gottesverständnis selbstbewusst zu zeigen und zur Diskussion zu stellen. Zugleich ist das Motto „Zeig dich!“ eine Einladung an die vielfältige Kunst- und Kulturszene Berlins, sich und ihr Tun den Gästen des Kirchentages und natürlich auch den Berlinerinnen und Berlinern zu zeigen.
Aus 95 Bewerbungen hat eine Fach-Jury 22 Projekte ausgewählt, 11 davon für St. Elisabeth. Das Kultur Büro Elisabeth, das über seine künstlerische Leiterin auch in der Jury vertreten war, sah seine kuratorische Arbeit dadurch bestätigt, dass nach denselben Kriterien ausgewählt wurde, nach denen auch das Kultur Büro Elisabeth gemeinsam mit der Kultur-AG seine Kulturprojekte auswählt. Schön, dass zum Kirchentag in St. Elisabeth zu erleben ist, wofür diese besondere Kulturkirche steht.

25.-27. Mai: Eintritt frei bei den Ausstellungen/Installationen und der Vernissage.
Konzerte und Performances nur mit Dauer-/Tages- oder Abendkarte des Kirchentages, Infos: www.kirchentag.de.

Programmübersicht

Vernissage:
Do, Mai um 15 Uhr, St. Elisabeth-Kirche
Grußworte:

Dr. Markus Dröge, Bischof, Berlin 
und Olaf Zimmermann, Vorsitzender Kulturbeirat, Berlin und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates


Installationen:
Do, 25.5. – Sa, 27.5. jeweils 10.30 - 20 Uhr (Mapscapes und Ideogramme nicht während der Konzerte)

the GA☐P – Installation von Bernd Aury im Kirchpark St. Elisabeth
Zwei Stoffbahnen, 5,2m x 10,5m, breiten sich im Kirchpark vor der St. Elisabeth-Kirche aus.
Kein Verhüllen der Kirche, kein Fastentuch, welches die Gemeinde vom Altar trennt.
Der halbtransparente Stoff, der seinen Durchsichtigkeit im Laufe der 72 h verändert, ist eine Einladung an die Besucher heranzutreten.

Mapscapes – Installation aus Zeichungen und Klängen von Jörg Laue im Kirchraum St. Elisabeth
Inmitten abstrus scheinender Weltkartenkonturen und einer ruhig bewegten Klanglandschaft, lässt MAPSCAPES erahnen, dass unsere Welt weder oben noch unten, rechts noch links, kein Zentrum aber unzählige Zugänge zu ihr kennt.

Selbstbeweihräucherung – Installation der Künstlergruppe SCHAUM
Im Portikus der St. Elisabeth-Kirche ist ein überdimensionierter vierseitiger Garderobenständer mit einer größeren Anzahl an Weihrauchgefäßen behängt. Auf einer umlaufenden Ablage sind einzelne „Starter-Pakete“ mit Kohle, Naturweihrauch und Streichhölzern ausgelegt, die den Besuchern die Möglichkeit zur (Selbst-) Beweihräucherung eröffnen.

Being Light – Installation von Charlotte Dachroth und Ole Jeschonnek im Treppenhaus der Villa Elisabeth
Die Installation besteht aus einer Lichtquelle und einer mit Abstand platzierten optisch aktiven Fläche. Der Betrachter positioniert sich gegenüber der Skulptur, muss sich auf sie einlassen, um sie voll zu erfassen. Die Skulptur entsteht während des Betrachtens, im Zusammenspiel von Position, realer Form und schwebendem Licht. Sobald der Betrachter zur Seite tritt, löst sich das Licht für ihn auf.

Ideogramme – Alles um uns ist Schrift. Installation von Antonio Panetta (rechte Sakristei)
Die Installation Ideogramme. Alles um uns ist Schrift von Antonio Panetta besteht aus einer Serie von Diapositiven, einer Filmprojektion und einem historischen Teppich aus Marokko. Panetta nutzt verschiedene Medien, um Existenz und Bewegung als ineinandergreifende Zeichensysteme sichtbar zu machen.

Konzerte:

Incense of Music – Face to Face: Olfaktorische Konzertreihe konzipiert von Fabio Dondero und Dominik Breider:
1) Do, 25.5. um 16 Uhr: Love in Numbers, Werke von H. Chisholm. Mit Bastian Dunker, Philipp Gerschlauer, Moritz Köther, Christian Weidner, Saxofon. Geräuchert werden Elemi und Myrrhe.
2) Fr, 26.5. um 13 Uhr: Afrikanische Obertöne und klassische Viola mit griechischen Rhythmen.
Mit Gareth Lubbe (Viola) und Evi Filippou (Perkussion).
3) Sa, 27.6. um 13 Uhr: Syrische Klassik trifft auf barockes Cello. Mit Nabil Hilaneh (Oud), Mohamad Fityan (Nay + Kawalflöte), Maria Magdalena Wiesmaier (Cello), Mevan Younes (Buzuq), George Saade (Perkussion)

Do, 25.5., 20.30 Uhr:
Sichtungen
– Konzert mit 4 elektronischen Orgeln, Live-Elektronik und Projektionen. Mit Ferdinand Bell, Sebastian Elikowski-Winkler, Thomas Noll, Nathan Plante, Nicolas Wiese.

Fr, 26.5. um 21 Uhr:
Orchesterwerk 3
– Eine interaktive Werkentstehung, räumlich begehbares Orchesterkonzert von Andreas Paolo Perger, Komponist und Gitarrist

Sa, 27.5. 18 Uhr:
Gravitation
– Choreografische Konzertperformance zum Stabat Mater von G. B. Pergolesi. Mit dem Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin, Louise Wagner (Gestaltung), Bboy Wilfried und Bboy Marcio (Tanz) und Friederike Stahmer (Musikalische Leitung).

Sa, 27.5. 20.30 Uhr:
Mitten wir im Leben sind – Wie klingt das Leben in Liedern 1517?

Lieder u.a, von Ludwig Senfl, Johann Walter, Martin Luther und Josquin Desprez. Mit der lautten compagney und dem Calmus Ensemble.

Performance:
Fr, 26.5., 11-18 Uhr zu jeder vollen Stunde im Kirchpark St. Elisabeth:
ICHTHYS
– „In der Haut des Fremden. Ein Perspektivwechsel“ von post theater berlin (Max Schumacher und Hiroko Tanahashi)

Veranstalter: Zeig Dich! - Regionales Kulturprogramms des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017
Gefördert durch: die Lottostiftung Berlin
In Kooperation mit: Kultur Büro Elisabeth

Die Villa Elisabeth beherbergt von Do, 25.- Sa, 27.5. den Treffpunkt Tanz des Kirchentages, mit einem vielfältigen Programm mit 16 verschiedenen Veranstaltungen.

Foto: Ulrich Schwarz und Zeig Dich!-Logo