Atalanta Komponistinnen Festival

Freitag, 23. Okt. 2026 – Sonntag, 25. Okt. 2026

Freitag: 16 - 22 Uhr
Samstag & Sonntag: 13 - 22 Uhr
 

St. Elisabeth & Villa Elisabeth

In einem dreitägigen Konzertmarathon mit 11 Konzerten, 9 Berliner Ensembles und Gastkünstler:innen, einer musiktheatralen Performance und mehreren Gesprächskonzerten rückt das Festival die Musik von Komponistinnen verschiedener Jahrhunderte in den Fokus.

Im Fokus: drei Uraufführungen und Kammermusik von byzantinisch bis zeitgenössisch.

Mit einem 20-stündigen Programm macht sich Atalanta stark für eine pluralistische Musiklandschaft, für Komponistinnen als den Kern eines zeitgenössischen Musikkanons und für Musiker:innen, die deren Werke aufführen. Das Festival lädt dazu ein, ein ganzes Wochenende lang die Musik von Komponistinnen zu hören, zu genießen und zu feiern!

Als Jägerin und schnellste Läuferin der griechischen Mythologie sowie als Symbol für Mut, Freiheit und Rebellion, ist Atalanta die Namensgeberin des Festivals, das in den nächsten Jahren in weiteren Editionen fortgeführt wird.

Kuratiert wird das Festival von Fidan Aghayeva-Edler.

Programm (Auswahl)

Freitag, 23.10.2026

17:30 Uhr: The Waves of Amphitribe: Myten des Meeres mit dem Ensemble OpusXXX

19 Uhr: Atalanta & beyond: Text-Musik Performance mit Mareike Hein (Schauspiel), Kathrin von Kieseritzky (Saxophon)

20 Uhr: Auftragskomposition Leonie Roessler Chrysa Mila (Goldene Äpfel) UA mit Fidan Aghayeva-Edler (Klavier)

Samstag, 24.10.2026

13 Uhr: Lunchkonzert - Werke von Amy Beach, Mel Bonis, Caroline Shaw u.a. mit BarCa Duo( Klavier 4-händig), Gabriel Ducomble (Percussion), Yeo-Rhim Yoon (Cello), Katrina Paula Felsberga (Sopran) & Justine Eckhaut (Klavier)

14:30 Uhr: Komponistinnen-Gespräch mit Jobina Timmermans, Rachel C. Walker und Leonie Roessler

16 Uhr: Music Herstories mit Samantha Edge (Klavier)

18:30 Uhr Auftragskomposition Rachel C. Walker Glosses from a frequency burst (UA) mit Nina Guo (Sopran)

20 Uhr: Berliner Komponistinnen der Moderne - Werke von Ruth Schonthal, Charlotte Schlesinger, Alice Samter u.a. mit Margarete Huber (Sopran), Marketa Janouskova ( Violine),Ehrengard von Gemmingen (Cello), Fidan Aghayeva-Edler (Klavier)

Sonntag, 25.10.2026

13 Uhr: Lunchkonzert - Werke von Caroline Shaw, Barbara Strozzi, Caterina Assandra, Ruth Zechlin, Amy Beach u.a. mit Trama Ensemble (Vokaltrio), Duo Amabile (Klarinette, Akkordeon), Lillia Keyes (Cello) & Anna-Luise Oppelt (Mezzosopran)

15 Uhr: Femmes de legende - Werke von Mel Bonis mit Kyra Steckweh (Klavier)

16:30 Uhr: [HINTERLAND] - Die Süsse des einsamen Treibens. Werke von Ying Wang (UA), Sarah Nemtsov (UA), Sabine Ulubeanu (UA) und Aya Metwalli (UA) mit Claudia van Hasselt (Stimme), Nicolas Wiese (visuelle Kunst), N.N. (Cembalo)

19 Uhr: Auftragskomposition Jobina Timmermans Fermi Paradox (UA) mit Gunnhildur Einarsdottir (Harfe)

20:30 Uhr: Asteria - echo // fragment // licht. Werke von Lisa Streich, Bara Gisladottir, LUX:NM, u.a. mit Ensemble LUX:NM

Das ausführliche Programm finden Sie rechts zum Download.  Weitere Informationen unter https://www.atalanta-festival.com.

Tickets (verschiedene Kategorien):
Festivalpass: 90 €, erm. 60 €. 
Einzelkarte: 15 €, erm. 12 € 
Tagesticket Freitag: 25 €,  erm. 20 €
Tagesticket Samstag und Sonntag: jeweils 40 €, erm. 30 €
zzgl. VVK-Gebühren online über eventim und an der Abendkasse.

Hintergrund: Drei Uraufführungen, Gesprächskonzerte und Kammermusik von byzantinisch bis zeitgenössisch
Im Mittelpunkt der ersten Festival- Ausgabe stehen drei Uraufführungen. Die Komponistinnen Jobina Tinnemans, Leonie Roessler und Rachel C. Walker wurden beauftragt, Werke für Harfe, Klavier und Sopran zu schreiben, die als Solo-Performances von Gunnhildur Einarsdóttir, Fidan Aghayeva-Edler und Nina Guo uraufgeführt werden und in Teilen experimentellen und improvisatorischen Charakter haben. Diese drei Konzerte werden von Februar bis April 2027 auf drei digitalen Alben bei Aghayeva-Edlers neu gegründetem Label Salomé Records veröffentlicht. 

Das Festival präsentiert Kammermusik von Komponistinnen aus verschiedenen Jahrhunderten, angefangen von der byzantinischen Komponistin Kassia über Musik des Barocks und der Romantik bis ins 20. und 21. Jahrhundert. Ein eigenes Konzert wird der Musik von Berliner Komponistinnen der Moderne gewidmet, bei dem Werke von u.a. Ruth Schonthal, Charlotte Schlesinger und Ursula Mamlok zu hören sind.

Mit Kyra Steckeweh und Samantha Ege (die als Musikwissenschaftlerin zu Schwarzen Komponistinnen in den USA forscht) sind darüber hinaus zwei Pianistinnen eingeladen, die sich schon lange für die Aufführung der Musik von Komponistinnen einsetzen. Mit beiden Künstlerinnen finden Gesprächskonzerte statt.

Drei Berliner Ensembles, fünf Duos und ein Vokaltrio
Neben rund einstündigen Konzerten der Berliner Ensembles OpusXX, LUX:NM und FrauVonDa sind auch die Duos BarCa, Ducomble & Yoon, Felsberga & Eckhaut, Keyes & Oppelt, Duo Amabile sowie das Vokaltrio Trama Ensemble im Festivalprogramm vertreten. In zwei Lunchkonzerten präsentieren sie jeweils rund 20-minütige Programme und spannen dabei einen musikalischen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. OpusXX interpretiert barocke Werke, LUX:NM stellt zeitgenössische Musik in den Mittelpunkt. Claudia van Hasselt alias FrauVonDa präsentiert einen Liederzyklus mit fünf Uraufführungen. Diese Werke stammen von fünf eigens für das Festival beauftragten Komponistinnen.

Atalanta als lebendige Performance
In einer Text-Musik-Performance von Mareike Hein (Schauspiel), Kathrin von Kieseritzky (Musik) und Teresa Reiber (Regie) wird Atalanta als mythologische Figur zur Projektionsfläche für Fragen nach Autonomie und Freiheit, Emanzipation und gesellschaftlicher Begrenzung von weiblicher künstlerischer Schaffenskraft.

Veranstalter:
Fidan Aghayeva-Edler in Kooperation mit dem Kultur Büro Elisabeth.

Förderung:
Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin

© Jeremy Knowles