Hamza Shah präsentiert: "Abimal. Painting as a Language of Gratitude"

Freitag, 29. Mai 2026 – Sonntag, 31. Mai 2026
  • Freitag, 18 Uhr: Opening inkl. Konzerte & Peformance
  • Samstag, 12 bis 19 Uhr: Ausstellung | 19 Uhr: Konzert Bulgarian Voices Berlin
  • Sonntag, 12 bis 19 Uhr: Ausstellung "Abimal"
St. Elisabeth

Arbeiten von Hamza Shah. Tanz-Performance mit Samuel Pereira. Konzerte: Trio Blue, Nishad & Alex (Gitarren und Trompete) sowie Bulgarian Voices Berlin.

Eine immersive Ausstellungs- und Performancearbeit, die St. Elisabeth in einen Ort der inneren Einkehr verwandelt.

Im Kern ist Abimal ein Konzept, das die Schnittstelle von Minimalismus, Abstraktion und Expressionismus definiert. Dabei handelt es sich nicht um eine starre Definition, sondern um einen Begriff, der besagt, dass ein Kunstwerk erst im Auge und im Herzen des Betrachters vollendet wird. In diesem monumentalen Raum postuliert Shah, dass unsere Wahrnehmung durch unsere einzigartigen Lebenserfahrungen geprägt wird. So wird das Kunstwerk zu einer subjektiven, pluralen Wahrheit: eine Einladung an jeden Besucher, der eigenen Intuition zu vertrauen.

Programm:
Freitag 29. Mai, 18 Uhr: Opening Ceremony
Trio Gitarre und Trompete: Blue & Nishad und Alex Folonari
Tanz-Performance mit Samuel Francis Pereira 
Konzert Bulgarian Voices Berlin in kleiner Besetzung

Samstag, 30. Mai
12 bis 19 Uhr: Ausstellung
19 Uhr: Konzert Bulgarian Voices Berlin

Sonntag, 31. Mai
12 bis 19 Uhr: Ausstellung "Abimal"

Mitwirkende:
Hamza Shah
Blue, Gitarre
Nishad, Gitarre
Samuel Francis Pereira, Performance
Alex Folonari, Trompete
Bulgarian Voices Berlin

Tickets:
Opening, Freitag: 8 € zzgl. VVK-Gebühren online via eventim.  10 €, erm. 5 € an der Abendkasse. Freie Platzwahl.
Konzert Samstag: 18 € zzgl. VVK-Gebühren online via eventim.  21 €, erm. 14 € an der Abendkasse. Freie Platzwahl
Ermäßigte Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich.
Ausstellung: freier Eintritt

Weitere Infos zu Tickettarifen finden Sie hier: Service/Tickets

Abimal  entfaltet sich als kontinuierliche Meditation, gegliedert in verschiedene künstlerische Kapitel:

Die Installation: Mothership
Großformatige Gemälde schweben von der Decke herab und hängen als Monumente der Erinnerung im Raum. Diese Serie mit dem Titel Mothership ist eine tiefe Hommage an die mütterliche Resilienz. Shah verwendet Kaffee und Tee als Primärpigmente und verwandelt die täglichen Rituale der Arbeit und Ruhe seiner Mutter in eine visuelle Sprache der Dankbarkeit. Kaffee verkörpert die morgendliche Energie der Arbeit, während Tee die abendliche Erholung symbolisiert. Diese Materialien, kombiniert mit Baumextrakten wie Quebracho und Cutch, destillieren das Wesen eines Lebens im Dienste der nächsten Generation. Die daraus resultierende Palette aus Beige- und Brauntönen – inspiriert von Shahs afghanischen Wurzeln – bietet ein tiefes Gegenmittel zur Strenge der Stadt.

Atem & Körper: Der Dialog
Der akustische Raum wird durch ein Triokonzert von Blue, Nishad und Alex Folonari bereichert.  Ihre Melodien räsonieren im Kirchraum und spiegeln sowohl die organischen Texturen der Leinwände als auch die Tiefe ihres gemeinsamen Weges wider. Gleichzeitig besetzt ein zeitgenössisches Tanzsolo von Samuel Francis Pereira die Leere zwischen den schwebenden Werken. Seine Bewegungen übersetzen physisch das Sufi-Streben nach Fana – der Auflösung des Egos – und verwandeln den inneren Kampf des Künstlers in eine greifbare, flüchtige Anmut.

Die Stimme: Bulgarian Voices Berlin

In einem kraftvollen Höhepunkt erhebt sich der Chor Bulgarian Voices Berlin, bestehend aus 16 Frauen, um archaische bulgarische Harmonien vorzutragen. Ihr polyphoner Gesang erfüllt den historischen Saal und schlägt eine klangliche Brücke zwischen dem Himmlischen und dem Materiellen. Die Stärke dieser kollektiven Stimmen spiegelt das Thema der mütterlichen Kraft wider und erdet die spirituelle Reise in einer gemeinschaftlichen, menschlichen Erfahrung.

Der Prozess: Ein Ritual des Fana

Shahs kreativer Prozess ist eine spirituelle Notwendigkeit. Um diese Werke zu schaffen, begibt er sich in einen Zustand der Trance und des Fastens – ein Reinigungsritual, das die Kluft zwischen dem Physischen und dem Göttlichen verringern soll. Indem er sich vom Konsum löst, wird er zu einem Gefäß für die Arbeit seiner Ahnen. Während jedes Gemälde dieselbe Kernintention trägt, dienen sie als unterschiedliche Kapitel einer einzigen, lebenslangen Meditation.

ABIMAL ist eine Reise, die den Betrachter einlädt, die Schwelle des intellektuellen Verstandes zu überschreiten und das Land des Unsichtbaren zu betreten. In diesem Raum des Übergangs ist das endgültige Meisterwerk nicht das Gemälde selbst, sondern die Realität, die sie darin finden.

Veranstalter:
Hamza Shah in Kooperation mit dem Kultur Büro Elisabeth

Foto © Hamza Shah